Aktuelles
Start der Sommertour 2013 zum Thema "Ländlicher Raum"
Johannes Remmel - Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im DORV-Zentrum Barmen
DORV-Zentrum in Bühl-Eisental: Richtfest
Am 21. April wurde in Bühl-Eisental Richtfest für das DORV-Zentrum gefeiert! Martin Müller - Geschäftsführer DORV-Zentrum Eisental GmbH: "Wie man schon sehen kann, ist der Bau auf dem...
DORV : „Wer schlau ist, kauft vor Ort“
VÖLLINGHAUSEN - Mit einer Feier am Freitag und speziellen Angeboten am Samstag feiert das „DORV“-Zentrum in Völlinghausen in diesen Tagen sein dreijähriges Bestehen Quelle: soester - anzeiger
Infrastruktur: Umbau zum „Dorv“-Laden hat begonnen
SEDDIN - Im ehemaligen Einkaufsmarkt in der Seddiner Hauptstraße hat der Umbau zum künftigen Zentrum für die Dienstleistungen und die ortsnahe Rundumversorgung (Dorv) begonnen. Bauleute des Seddiner...
Gut Heidefeld könnte schon 2013 zum DORV-Zentrum werden
Bocholt-Spork - Der Verein Spork Aktiv hält eine schnelle Realisierung eines „DORV-Zentrums“ im Gut Heidefeld für möglich. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt werden, könnte es dieses Jahr schon so...
DORV-Zentrum Eisental
DORV-Zentrum mehr als nur ein Einkaufsladen
Beim ersten Spatenstich am Donnerstagabend herrschte in Eisental eine echte Volksfeststimmung
Von Ulrich Coenen
Bühl-Eisental.
Es war ein echtes Dorffest. Fast 300 Eisentäler waren am Donnerstagabend zum ersten Spatenstich des neuen DORV-Zentrums auf das Gelände des früheren Winzerkellers gekommen und hatten Tische und Bänke aufgestellt. Getränke und Essen wurden serviert, die Affentaler Musikanten spielten. Selbstverständlich gab es auch eine Großleinwand, damit alle gemeinsam das enttäuschende EM-Halbfinale Deutschland - Italien sehen konnten. „Wer hätte das gedacht?", fragte Jürgen Lauten, Sprecher des DORV-Teams in Eisental und Architekt des neuen DORV-Zentrums. „Als 1999 der letzte Lebensmittelladen am Dreiländereck schloss, hatten nur noch wenige Hoffnung, dass wir jemals wieder in Eisental einkaufen können." Das neue DORV-Zentrum sei weit mehr als nur ein Dorfladen. Lauten verwies auf die drei Bausteine des Konzepts. Neben Lebensmitteln sind das Dienstleistungen wie Post, Reinigungsannahme und Rentenberatung sowie eine sozial-medizinische Versorgung. „Nach unseren neusten Gesprächen könnte es durchaus möglich sein, dass ein Allgemeinmediziner ein bis zweimal die Woche Sprechstunden anbietet", berichtete Lauten. Auch der Bühler Oberbürgermeister Hubert Schnurr freute sich. „Früher war es üblich, im Dorfladen um die Ecke das Nötigste für den eigenen Lebensunterhalt zu besorgen", konstatierte er. „Heute findet man in den Stadtteilen kaum noch einen einheimischen Bäcker oder Metzger." Schnurr sprach von einer Verödung der Dorfzentren. Die Ortschaften würden zunehmend Lebens- und Aufenthaltsqualität verlieren. „Auf ehrenamtlicher Basis hat das DORV-Team ein Konzept entwickelt, das zukunftsorientiert die tägliche Grundversorgung im Ort sicherstellen will", freute sich der OB und sprach von einem Vorbildcharakter für andere Stadtteile. Ortsvorsteher Georg Feurer nannte den symbolischen Baubeginn ein wichtiges Etappenziel in den dreijährigen Bemühungen um die Nahversorgung. Der Abbruch des alten Winzerkellers war für Feuerer eine innerörtliche Konversion, die für Eisental „höchst notwendig" war. Das dabei frei gewordene Baugelände bezeichnete er als „Ground Zero von Eisental". Die Suche nach einem geeigneten Standort, Partnern und Konzepten sei nicht immer einfach gewesen, meinte der Ortsvorsteher. Trotz Schwierigkeiten sei das ehrenamtliche Engagement groß gewesen. Heinz Frey vom DORV-Zentrum im Jülicher Stadtteil Barmen ist der eigentliche Erfinder des Konzepts, das bundesweit immer mehr Nachahmer findet. Er war am Donnerstagabend rund 400 Kilometer weit gefahren, um beim ersten Spatenstich dabei zu sein. „Sie stimmen mit den Füßen ab, ob der DORV-Laden läuft oder nicht", mahnte er die Eisentäler. Mit dem ersten Spatenstich sei es nicht getan, in Eisental müsse nun eine nachhaltige Entwicklung eingeleitet werden. Mit Blick auf den Bühler Stadtteil zeigte er sich aber optimistisch. Bisher sei dort mustergültig gearbeitet worden. Das Jülicher DORV-Team freue sich jedes Mal aufs Neue, wenn es seine Idee weitergeben könne. „Sie müssen aber hier in Eisental ihren eigenen Weg finden", sagte er.
Projekt mit Vorbildfunktion
(Bericht aus Acher- und Bühler Bote vom 23.11.2011,Vom Redaktionsmitglied Wilfried Lienhard)
Investor für das DORV-Zentrum gefunden / Eröffnung für Ende 2012 geplantBühl-Eisental. Auf dem Weg zum Eisentaler "DORV"-Zentrum ist eine entscheidende Hürde genommen.In der Raststatter HK Wohnbau von Hermann Krug ist der notwendige Investor gefunden, der das Grundstück mit der Auflage übernimmt, das DORV-Zentrum wie geplant zu errichten. Gestern Morgen ließ Ortsvorsteher Georg Feuerer einen Sektkorken knallenuns stieß mit Krug sowie Architekt und DORV-Team-Mitglied Jürgen Lauten auf ein gutes Gelingen an. 2008 war es, als sich der Ortschaftsrat dem Thema näherte. Dabei stieß er auf das "DORV"-Konzept in Jülich Barmen, wo es unter der Regie von Heinz Frey umgesetzt wurde. Hinter dem Kürzel verbirgt sich das Ziel: Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung. Frey berät auch heute noch die Eisentäler, gerade heute wird er zu weiteren Gesprächen erwartet. Umfragen zeigten, daß in Eisental ein Einkaufsladen vermisst wird, einen Metzger beispielsweise gibt es beispielsweise seit 16 Jahren nicht mehr, der Lebensmittelmarkt hat zur Jahrtausendwende geschlossen. Berechnungen ergaben, daß sich ein solches Geschäft unter bestimmten Bedingungen betriebswirtschaftlich rechnen könnte. Das geeignete Gelände fand sich in der Ortsmitte auf dem Areal des ehemaligen Winzerkellers, und die 1100 Quadratmeter waren im städtischen Besitz. So konnte ein Konzept entwickelt werden, das in Baden-Württrmberg einzigartig sein dürfte, wie Jürgen Lauten sagte, und das Vorbildfunktion entwickeln könnte.Eisental setzt neben einer Einkaufsmöglichkeit stark auf eine sozial-kommunikative Komponente und trägt dabei dem demographischen Wandel Rechnung. Das Konzept steht auf mehreren Säulen: Neben dem Lebensmittelmarkt mit einem Vollsortiment an Gütern des täglichen Bedarfs werden Dienst und Soziallleistungen angeboten. zu den Dienstleistungen gehören beispielsweise Post und Bank. Eine örtliche Bank wird hier ihre Angebote unterbreiten, mit Automaten und einem Beratungszimmer , das mehrmals in der Woche besetzt sein soll. Und auch die Poststelle werde hier ihr neues Domizil beziehen, kündigte Georg Feuerer am. Lauten berichtet von verschiedenen weiteren Partnern, die in das Projekt einsteigen wollten. So sind in dieser Woche noch fünf Gespräche mit Dienstleistern anberaumt. Zu den Soziallleistungen gehört beispielsweise ein Apothekendienst; auf ehrenamtlicher Basis könnten auch Hol- und Bringdienste etabliert werden. Für das Erdgeschoß ist eine Physiotherapiepraxis eine beschlossene Sache.Für den Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche um die 100 q ist man mit mehreren Bäckern und Metzgern aus die Region im Gespräch, die eines eint: Sie sind kleine Betriebe. "Wir wollen damit ein Alleinstellungsmerkmal schaffen", erläutert Lauten, es soll hier nicht das angeboten werde, was es überall gibt. Auf welcher Basis das Geschäft geführt werden wird, ist noch nicht entschieden, wobei die Präferenz auf einer von der DORV-Gemeinschaft alf Finanzierungsgesellschaft getragene GmbH liegt. Dazu werden Bürgeranteile gezeichnet: "Knapp 15.000,-- Euro haben wir bereits zusammen", berichtet Georg Feuerer, das Ziel seien 50.000 bis 60.000 Euro. Die Dividende sei die Möglichkeit, wieder im Ort einkaufen zu können, sagt Lauten: "Wir wollen durch die Anteile die Bevölkerung an den Laden bindenund eine Identifikationsmöglichkeit schaffen". Und ganz "nebenbei" werden Arbeitsplätze geschaffen, insgesamt sechs: Eine Vollzeitstelle, eine Halbtagsstelle sowie vier Arbeitsplätze auf 400-Euro-Basis. "Abgerundet"wird das Zentrum durch acht Wohnungen - von vier Zimmern mit rund 120 Quadratmetern bis zu Penthouse-Wohnungen mit 90 Qm. Für die Wohnungen gibt es bereits Absichtserklärungen, so daß Hermann Krug die Vermarktung optimistisch angeht. Der Zweite Zeitplan steht: Der Bauantrag soll noch vor Weinhnachten eingereicht werden, damit im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Bausumme beziffert Krug auf zwei Millionen Euro, die Bauzeit auf sechs Monate: In einem Jahr soll das Ziel erreicht sein und das " DORV-Zentrum " seine Pforten öffnen - und dann dürfen wieder die Sektkorken knallen.


