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26.09.2011 Alter: 2 Jahr(e)
Kategorie: Presse, Aachener Zeitung
Von: Król

Das Dorv-Zentrum macht in China Schule

Nicht nur deutschlandweit schlägt das Barmener Dorv-Zentrum Wellen, sondern inzwischen sogar weltweit. Seit einigen Jahren ist das Dorv-Team unterwegs, um anderen Orten, die ähnliche Einrichtungen planen, beratend zur Seite zu stehen.

Mehrfach wurden sie für ihr Engagement ausgezeichnet, und häufig empfangen sie in Barmen Besuch von Gästen, die ihr Projekt - die Dienstleistungen und ortsnahe Rundumversorgung - persönlich in Augenschein nehmen wollen. Nun machte eine 28-köpfige Delegation aus China im Rahmen ihres Europabesuchs Station im Jülicher Stadtteil.

Landflucht in Heimat der Gäste

Im Rahmen der deutsch-chinesischen technischen Zusammenarbeit, die auch wirtschaftspolitische und strukturpolitische Aktivitäten umfasst, wollten sie sich über den demografischen Wandel informieren. Noch ist es in China nicht so weit, doch auch dort macht sich so langsam dieser Wandel bemerkbar. Hinzu kommt, dass immer mehr junge Menschen die ländlichen Regionen verlassen und damit die Bevölkerung dort überaltert ist. Wie eine Rundum-Nahversorgung aussehen kann, dafür interessierten sich die Delegierten, die sich aus Vertretern der Zentral- und Regionalregierung sowie einigen Wissenschaftlern zusammensetzte.

Genau legten Geschäftsführer Heinz Frey und Projektleiter Jürgen Spelthann ihren Gästen das Barmener Konzept auseinander, das auf fünf Säulen basiert. Neben der Versorgung mit Lebensmitteln gibt es hier auch Dienstleistungen aller Art, eine medizinische Versorgung, Kommunikationsmöglichkeit sowie ein kulturelles Angebot. Auch in China ist man seit der sozialpolitischen Reform bemüht, den Menschen eine Daseinsversorgung zukommen zu lassen. Beeindruckt zeigten sich die Gäste, die eigens aus Köln angereist waren und von Barmen aus weiter nach Welz fuhren. Hier wollten sie die Brauerei besichtigen. Außerdem hatten sie die Zitadelle in Jülich besichtigt, denn der Mensch lebt ja bekanntlich nicht vom Brot allein.

Jülicher Zeitung / Jülicher Nachrichten vom 26. September 2011