10.05.2012 120 Lipperreiher informieren sich über


Konzept / Idee Grundsätze
Zentren Barmen Düren Grüngürtel
Presse
Start der Sommertour 2013

zum Thema "Ländlicher Raum"

Johannes Remmel - Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im DORV-Zentrum Barmen

Bis Anfang September werden Minister Remmel und sein parlamentarischer Staatssekretär Horst Becker rund 15 innovative Projekte und Untenehmen in ganz NRW besuchen, die die Zukunft des ländlichen Raumes mit innovativen Ideen gestalten. Zum Start wird der Minister am Samstag (11. Mai 2013) das erste DORV-Zentrum („Dienstleistung und Ortsnahe Rundum Versorgung“) Deutschlands in Jülich-Barmen besuchen. Nach der Aufgabe des letzten Supermarktes in Barmen entwickelten die Bewohner das Konzept eines eigenen Dorfladens mit Lebensmitteln für den täglichen Bedarfs, ergänzt mit Dienstleistungen und bürgernahen sozialen Bereichen. Das Konzept ist so erfolgreich, dass mittlerweile elf weitere DORV-Zentren in ganz Deutschland aufgebaut werden konnten.

Quelle: MKULNV Pressemitteilung - Minister Remmel: Die EU darf die Fördergelderfür den ländlichen Raum nicht kürzen. Minister Remmel startet Sommertour 2013 zum Thema Ländlicher Raum.
DORV-Zentrum in Bühl-Eisental: Richtfest

Am 21. April wurde in Bühl-Eisental Richtfest für das DORV-Zentrum gefeiert!

Martin Müller - Geschäftsführer DORV-Zentrum Eisental GmbH:

"Wie man schon sehen kann, ist der Bau auf dem Alten

Winzerkeller-Gelände schon sehr weit fortgeschritten. Ich

kann Ihnen versprechen, zur Eröffnung unseres DORV-Zentrums Eisental

ist es nicht mehr weit. Dort werden Sie nicht nur die Dinge des

täglichen Bedarfs finden, sondern darüber hinaus werden Ihnen auch

Dienstleistungen angeboten, die Sie sonst nur selten an einem Standort in

Anspruch nehmen können. Desweiteren soll das DORV-Zentrum auch ein

sozialer Treffpunkt im Ort werden. Nicht nur für unsere älteren Mitmenschen,

sondern auch für die kleinsten im Dorf."
DORV : "Wer schlau ist, kauft vor Ort"





VÖLLINGHAUSEN - Mit einer Feier am Freitag und speziellen Angeboten am Samstag feiert das „DORV“-Zentrum in Völlinghausen in diesen Tagen sein dreijähriges Bestehen

Quelle: soester - anzeiger

http://www.soester-anzeiger.de/lokales/moehnesee/dorv-wer-schlau-ist-kauft-ort-2861814.html
Infrastruktur: Umbau zum „Dorv“-Laden hat begonnen





SEDDIN - Im ehemaligen Einkaufsmarkt in der Seddiner Hauptstraße hat der Umbau zum künftigen Zentrum für die Dienstleistungen und die ortsnahe Rundumversorgung (Dorv) begonnen. Bauleute des Seddiner Bauunternehmers Thomas Lück nehmen seit einer Woche Zwischenwände heraus, setzen neue Trennwände ein, vergrößern Türbereiche und erneuern Fenster. Parallel dazu sollen Dach und Dachstuhl saniert, Putzarbeiten ausgeführt und Fassaden gedämmt werden.

Quelle: Märkische Allgemeine

http://www.maz-online.de/cms/beitrag/12499487/60889/Umbau-zum-Dorv-Laden-hat-begonnen-Infrastruktur.html
Gut Heidefeld könnte schon 2013

zum DORV-Zentrum werden

Bocholt-Spork - Der Verein Spork Aktiv hält eine schnelle Realisierung eines „DORV-Zentrums“ im Gut Heidefeld für möglich. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt werden, könnte es dieses Jahr schon so weit sein.

Hier ist der ganze Artikel abrufbar: www.bbv-net.de
WDR-Sendung MARKT berichtet über das DORV-Zentrum

Dorfladen: Gewinn für alle

In einem kleinen Dorf nahe Jülich haben sich nach der Schließung der letzten Geschäfte Bewohner zusammengetan und einen Laden gegründet, in dem sie nicht nur einkaufen können.

In dem kleinen Dorf Barmen in der Nähe von Jülich haben nach und nach acht Geschäfte geschlossen. Es gibt keinen Bäcker und auch keinen Metzger mehr. Als dann auch noch die Sparkassenfiliale dicht gemacht wurde, hatten einige Dorfbewohner eine zündende Idee: In den ehemaligen Räumen der Sparkasse wurde ein Dorfladen eingerichtet mit Apothekenservice, Geldautomat, Reiseecke, Fotoshop, Kaffeetreff und einem Ort für Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen. Sogar eine Kfz-Zulassungsstelle gibt es. Das spart 50 Kilometer Fahrt und lästige Wartezeiten in Düren. Mitarbeiter Simon Holtz nimmt auch Pakete an und macht den Lieferdienst für Senioren, Kranke und Gehbehinderte.

Aufgebaut wurde der Dorfladen mit privatem Kapital. Hubert Schavier ist Kunde im Dorfladen. Er hat zum Beispiel 500 Euro investiert. Dafür hat er jetzt alles am Ort.

Heinz Frey ist Erfinder und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Dorv GmbH. Ihm geht es nicht um finanziellen, sondern um sozialen Profit: „<q lang="de">Das ist einfach die Lebensqualität, die natürlich dadurch erheblich steigt. Das heißt, man kann in der Nähe, zu Fuß, mit dem Fahrrad die Dinge für den alltäglichen Bedarf hier decken und hat natürlich auch noch eine ganze Menge drum herum, vor allem auch die soziale Kommunikation, die hier gepflegt wird. (…) Es macht Spaß, wenn man sieht, dass die Menschen zufrieden sind und das auch annehmen. Das Schönste, was mir passiert ist, war die Frau Schumacher. Jetzt ist sie ja leider nicht mehr hier. Sie kam, klopfte mir auf die Schultern und sagte: Heinz, wenn du das nicht gemacht hättest, wäre ich längst nicht mehr hier. Und das ist genau das, was wir wollen: dass Menschen hier möglichst lebenslang in ihrer sozialen Umgebung leben können.</q>“

Vor acht Jahren waren sie in Barmen Vorreiter, mittlerweile gibt es Nachahmer in ganz Deutschland.





Quelle: WDR / Markt vom 10.12.2012 / Link
Der Dorfladen in Kervenheim lockt viele Kunden

Kevelaer (RP). Knapp drei Monate nach der Eröffnung des Kervenheimer Dorfladens ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Dr. Marcus Kelm von der Genossenschaft ist zufrieden mit der Startphase seines Projekts.

"Ich bin positiv überrascht, wie gut der Dorfladen angelaufen ist", sagt er. Gemeinsam mit seinem Partner Christian Vollmer hat Kelm eine Genossenschaft gegründet und sich um den geschäftlichen Teil des Projekts gekümmert. Doch auch viele Ehrenamtliche haben an der Entstehung des Ladens mitgewirkt, der Ende August eröffnet hat. Anfang November hatten die Bürger auf einer Versammlung in Kervenheim die Möglichkeit, Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge zum Konzept des Geschäfts zu machen. "Dabei haben wir festgestellt, dass auch unsere Kunden im Großen und Ganzen zufrieden sind", sagt Kelm. Auch Ortsvorsteher Ernst Umbach freut sich über die neue Einkaufsmöglichkeit im Ort. "Der Dorfladen ist zu einem neuen Mittelpunkt in Kervenheim geworden, wo sich Leute treffen und miteinander kommunizieren." Was ihn besonders freut: "Auch viele junge Menschen besuchen den Laden und das angeschlossene Café", sagt er. Optimierungsbedarf gibt es dennoch. Gerade im Bereich der Personaleinsatzplanung ist noch Luft nach oben", sagt Kelm. Deshalb sucht die Genossenschaft auch nach weiteren 400-Euro-Kräften zur Unterstützung des bisherigen Personals.

Zurzeit arbeiten Marktleiterin Jutta Hoeymakers, noch zwei Teilzeitkräfte und eine 400-Euro-Kraft im Dorfladen. Das kleine Café, in dem sich die Kunden vor oder nach dem Einkauf stärken, soll künftig Veranstaltungsort für regelmäßig stattfindende Aktionen sein. "Auf der Versammlung haben sich vier Ehrenamtliche gefunden, die sich um so etwas wie eine Marketingstrategie kümmern wollen", sagt Marcus Kelm. Für die Adventszeit ist ein Konzert mit weihnachtlicher Musik und Glühwein vorgesehen. Solche und ähnliche Veranstaltungen soll es im Café des Dorfladens dann öfter geben.

Quelle: RP online
Können Sistiger ihren „Laden“ erhalten?

Claudia Klinkhammer will ihren „Frischemarkt“, den sie seit fünf Jahren betreibt, wegen Unrentabilität zum 31. Januar 2013 schließen. Mit einem Konzept des „Dorv“-Vereins soll der Laden jetzt vor der Schließung gerettet werden. Von Franz Küpper / Kölnische Rundschau

Quelle
Deersheimer wollen selbst einen Dorfladen aufbauen

Informationsveranstaltung mit großem Zuspruch

Der Tante-Emma-Laden und die Kaufhalle in Deersheim sind Geschichte, Einkaufen können die Einwohner nur noch außerhalb. Groß ist daher das Interesse, mit eigener Kraft ein neuartiges Dorfladenkonzept auf die Beine zu stellen.

Quelle
Heinz Frey ist neuer Ashoka-Fellow

Am 6. November 2012 wurden in München die neuen Ashoka-Fellows Deutschland bekannt gegeben!

Heinz Frey gehört mit dem DORV-Konzept dazu.

Hier geht es zum filmischen Portait.

Was ist Ashoka? Das erfahren Sie hier.a81ee885e5a9c







Links:
germany.ashoka.org/ashoka-fellows-ab2012

Service-Zentrum mehr als nur ein Kiosk

Stolberg. Anfang nächsten Jahres möchten Ruth Roelen und Jürgen Spelthann die ersten Brötchen im Stolberger Hauptbahnhof verspeisen und möglicherweise ihre Blusen und Hemden zur Reinigung abgeben oder ihre Fahrräder dort warten lassen.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.
Gründen wir eine Dorfbewegung!

Viele Dörfer in ländlichen Regionen haben ähnliche Probleme: demografischer Wandel, der Verlust der Infrastruktur, verödende Ortskerne. Die Zukunftsfähigkeit des Lebensraumes Dorf ist eine große Herausforderung, da sie eine ganzheitliche Entwicklung nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Erfordernissen erfordert.

Hier geht es zum Aufruf des Netzwerkes Ländliche Räume - dvs
Servicezentrum Bahnhof Stolberg

Ihre Meinung ist wichtig, damit das Projekt eine Erfolgsstory wird!

Der schienengebundene öffentliche Personennahverkehr hat das Ziel, ein attraktives, hochwertiges Nahverkehrsangebot für die rund 1,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger im Verbundgebiet anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten alle Partner an zukunftsfähigen und ganzheitlichen Konzepten für den Bus- und Bahnverkehr.

Der Stolberger Bahnhof ist dabei ein wesentlicher Einstiegs- und Umsteigeplatz, der seitens der Bürgerinnen und Bürger aus Stolberg und den direkten Nachbarstädten aktiv genutzt wird.

Ein Bahnhof ist aber nicht nur Ein- und Ausstiegsort für Bahnreisende. Angebote von Getränken, Snacks und Dienstleistungen jeglicher Art vor Ort machen das Bahnreisen attraktiver. Die Wartezeit auf den gewünschten Anschluss lässt sich bestens nutzen, um das Brötchen oder die Tageszeitung zu kaufen. Aber auch andere Angebote wie beispielsweise Reinigungsannahme oder Fahrradreparatur könnten Dienstleistungen für Reisende sein und über die tägliche Fahrt mit der Bahn sinnvoll verknüpft werden.

Welche Angebote und Leistungen wünschen Sie sich am Bahnhof in Stolberg? Helfen Sie mit, das geplante ServiceZentrum bedarfsorientiert zu planen! Nutzen Sie die Chance und teilen uns Ihre Meinung mit.

Dafür im Voraus herzlichen Dank!





Im Auftrag der

Stadt Stolberg
StädteRegion Aachen
Aachener Verkehrsverbund GmbH
EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH

ermittelt das DORV Zentrum Barmen die Bedarfe der Menschen, die den Bahnhof Stolberg als Bahnreisende und/oder als Kunden nutzen.
Volksfeststimmung beim Spatenstich

Bühl (bm) - Es war ein richtungsweisender Schritt zur Steigerung der Lebensqualität und für die Sicherung der Zukunft in Eisental: Nach dreijähriger Planung und Vorbereitung konnte am Donnerstagabend bei einem Dorffest zusammen mit der Bevölkerung der Spatenstich für das DORV-Zentrum gefeiert werden.

6. Bundestreffen der Regionalbewegung

Am 15. und 16. Juni 2012 findet bereits das 6. Bundestreffen der Regionalbewegung statt. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Tag der Regionen und der Dorv-Zentrum GmbH lädt der BRB dieses Jahr ins Science College Jülich-Barmen ein.

Die Schwerpunkte der Veranstaltung werden dieses Jahr in den Bereichen glaubwürdige Regionalvermarktung, der Entwicklung eines Regionalsiegels sowie der Vernetzung von Dorfläden und der Gestaltung der Energiewende mithilfe bürgerschaftlicher Beteiligungsmodelle liegen.

Die Veranstaltung findet in diesem Jahr in ländlicher und gleichzeitig hochmoderner Umgebung - im Science College - Haus Overbach in Jülich-Barmen statt.

Wir würden uns freuen, Sie als Teilnehmer/-rin begrüßen zu können und Ihnen die Vorzüge und Lebensqualität unseres Ortes näher zu bringen !



Anmeldung und weitere Informationen

Website Science College

Website Haus Overbach
Website Bundesverband der Regionalbewegung

Informationen über Barmen
Rückkehr von „Tante Emma“ soll Dorf beleben

Hallendorf

Immer mehr Dörfer sterben aus, verlieren ihr Gewerbe und ihre Dienstleister. Hallendorf will sich wehren – mit dem ersten DORV-Projekt der Region.

Von Michael Kothe

Vize-Ortsbürgermeister Marco Kreit (SPD) zieht eine trübe Bilanz. Hallendorf habe zu wenig Einwohner, zu geringe Besiedlung – mangels rosiger Umsatz-Aussicht mag keine Lebensmittelkette im 1500-Seelen-Ort Geschäfte machen. Auch die TAG Immobilien AG habe sich als größter Wohnungsvermieter am Ort vergeblich bemüht, einen Supermarkt nach Hallendorf zu holen. So hätten denn auch Banken oder Versicherungen abgewinkt, resümiert Kreit.

Doch der Politiker gibt nicht auf. Als Retter in der Not könnten sich die Werkstätten des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) in Hallendorf erweisen.

Dessen Leiter Wendelin Leinhäuser hat über eine Machbarkeitsstudie ermitteln lassen, dass der Ort gut geeignet ist für die Gründung eines DORV-Zentrums (DORV: Dienstleistungen und ortsnahe Rundumversorgung). Fazit der Gutachter: Würden nur zwölf Prozent davon täglich an Hallendorf gebunden, rentiere sich der Betrieb eines rund 200 Quadratmeter großen Tante-Emma-Ladens mit kleinem Klön-Café mitten im Dorf.

Um das tägliche Angebot zu sichern, wollen die Werkstätten selbst ins Projekt einsteigen, „ein Stück Inklusion im Ort verwirklichen“, wie Leinhäuser betont. Das heißt im Klartext: Die Einrichtung mietet beispielsweise geeignete Räume im Erdgeschoss eines zentral gelegenen Wohnblocks, stellt einen für den Betrieb verantwortlichen Einzelhandelskaufmann ein. Dieser wird von vier Menschen mit Behinderungen aus den Werkstätten unterstützt.

Doch Verhandlungen über mögliche Geschäftsräume laufen laut Leinhäuser noch. Zudem setzt der Jugenddorfleiter auf eine Bürgerversammlung am Dienstag, 10. Juli, ab 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus am Maangarten. Dort wird das DORV-Projekt von Fachleuten vorgestellt und um breite Unterstützung geworben.
Schritte zum Dorfladen Yach

Damit der nächste Planungsschritt hin zu einem "Dorfladen und Café" unternommen werden kann, muss die Standortfrage geklärt sein. Die präzise Aussage des Planungsunternehmen SPES lautet: Allein eine zentrale Ansiedlung genügt den Anforderungen, die erfüllt werden müssen: Stärkung des Ortskerns, genügend Parkmöglichkeiten, attraktive Lage mit Sicht in die Natur, Wasser, Abwasser, Strom und Sanitärräume in unmittelbarer Nähe.

Quelle: Badische Zeitung vom 07. Mai 2012

Quelle

Hier geht es zum ersten Artikel über das Projekt.
Tante Emmas Comeback

Dorfläden sterben aus. Die Folgen: keine Nahversorgung, weniger Gemeindeleben. Wie es anders geht, zeigte ein kleiner Ort in Westfalen mit dem "Dorv"-System. Das Modell entwickelt sich jetzt zur Marke.

"Der Blick durchs Schaufenster fällt in einen leeren Raum. Auf einen besenreinen Betonboden und vergilbtes Weiß an den Wänden. Nichts erinnert mehr daran, dass hier Gemüsekonserven, Aufschnitt und Getränkekisten verkauft wurden. Die typischen Supermarkt-Bilder von üppigen Käsebrettern und exotischen Obstschalen sind verschwunden. Selbst die Folien auf den Schaufensterscheiben sind abgekratzt, "Frischmarkt Thoma" stand da noch vor ein paar Monaten. Der leere Raum, 400 Quadratmeter groß, war der einzige Lebensmittelladen im Dürener Stadtviertel Grüngürtel ..."

Das Magazin "enorm - Wirtschaft für den Menschen" berichtet über das Konzept des "Dorv"-Ladens. Lesen Sie weiter im PDF oder in der Online-Version bei SPIEGEL ONLINE.

Flyer [825 KB]
Zu Besuch bei »Tante Emma« Delegation

Delegation aus Häger besichtigt DORV-Zentrum in Jülich-Barmen – Bürgermeisterin angetan vom Konzept

Von Marco Purkhart

Werther-Häger (WB).

Da kauft man gerne ein: Die Dorfgemeinschaft Häger hat zusammen mit Marion Weike das DORV-Zentrum in Jülich-Barmen besichtigt. Die Bürgermeisterin zeigt sich vom innovativen Konzept begeistert und ist sicher: »Auch für Häger wäre solch ein Laden eine große Bereicherung.« Die Bürgermeisterin hat die Reisegruppe der Dorfgemeinschaft begleitet, der sich auch Hägers Pastor Hartmut Splitter anschloss. Die Hägeraner wollten sich im rheinischen Jülich-Barmen ein Bild davon machen, wie sich die Menschen dort gegen das Aussterben ihres Dorfes gewehrt haben. In dem Ort mit 1400 Einwohnern gibt es seit sieben Jahren ein gut funktionierendes DORV-Zentrum, eine Art modernen Tante-Emma-Laden zur Nahversorgung. »Ein faszinierendes Konzept«, sagt Marion Weike.

Was sie besonders beeindruckte: »Es gibt dort ganz viele Frischwaren aus der Region – und zwar zu einem vernünftigen Preis.« Der 150 Quadratmeter große Laden bietet Fleisch, Wurst, Käse, Brot- und Backwaren sowie Obst und Gemüse. Aber auch von allen anderen Dingen des täglichen Bedarfs, einschließlich Schreibwaren und Zeitschriften, ist ein Mindestangebot vorhanden.

Man nimmt bewusst in Kauf, dass Großeinkäufe weiterhin in den einige Kilometer entfernten Supermärkten getätigt werden. »Eine ähnliche Situation haben wir ja auch in Häger. Es muss für die Menschen ein großes Gefühl von Lebensqualität sein, kleinere Einkäufe mal eben zu Fuß vor Ort erledigen zu können«, berichtet Weike von ihren Eindrücken.

Zwei Vollzeitkräfte und vier Mitarbeiterinnen auf 400-Euro-Basis bewältigen die vielfältigen Aufgaben in Barmen. Wichtig ist allen Beteiligten die Integration des Zentrums in das Dorfleben. Kinder kommen selbständig zum Einkaufen, für ältere Mitbewohner gibt es einen Lieferservice, für einen kleinen Klön bei einer Tasse Kaffee ist immer Zeit. Senioren können ihre Selbständigkeit behalten und ihre Einkäufe selber tätigen.

Dazu gehört auch der Geldautomat, den die örtliche Sparkasse dort aufgestellt hat. Mittlerweile gibt es im und am DORV-Zentrum sogar drei Arztpraxen: Der Zahnarzt, der schon immer dort ansässig war, hat bewirkt, dass sich jetzt auch eine Kieferorthopädin niedergelassen hat. Zeitweise hält auch ein praktischer Arzt seine Sprechstunden dort ab.

»Solch eine Entwicklung ist schon erstaunlich. Man spürt förmlich, dass dieses Zentrum das Herz des Dorfes geworden ist«, berichtet Marion Weike, die in Barmen ein intensives Zusammengehörigkeitsgefühl im DORV-Laden gespürt haben will. Die Bürgermeisterin zeigt sich zuversichtlich, dass das DORV-Konzept auch in Häger funktionieren könnte. Die Frage lautet nur: Gelten in dem Wertheraner Ortsteil die Rahmenbedingungen, damit ein solcher DORV-Laden auch wirtschaftlich sein kann?

Antworten soll eine Basisanalyse liefern, die die DORV-Zentrum GmbH anbietet. Dabei wird der Ort durchleuchtet: Einwohnerzahl? Wie ist die Infrastruktur? Gibt es noch einen Bäcker oder eine Bank? Was fehlt? Und ist das nötige bürgerschaftliche Engagement vorhanden?

Solch eine Analyse kostet mehrere Tausend Euro, die die Dorfgemeinschaft Häger nicht alleine aufbringen kann. Marion Weike will sich dafür stark machen, dass die Stadt die Hägeraner unterstützt: »Ich werde für einen solchen Zuschuss in der Politik werben. Das ist gut investiertes Geld, da bin ich sicher.«

Die Dorfgemeinschaft will zeitnah einen Förderantrag stellen, über den der Finanzausschuss der Stadt zu befinden hat. Schon jetzt kann sich die Dorfgemeinschaft über eine Zusage der Volksbank Halle freuen, die sich mit 1500 Euro an den Kosten beteiligen will.
120 Lipperreiher informieren sich über Lebensmitte

Projekt könnte die Nahversorgung vor Ort sichern. Oerlinghausen-Lipperreihe. Einen neuen Lebensmittelmarkt wird es in Lipperreihe nur geben, wenn die Bürger selbst aktiv werden. Das ist die zentrale Botschaft der Bürgerversammlung, zu der die Stadtverwaltung am Dienstagabend in die Lipperreiher Kirche eingeladen hatte.





Seit der Schließung des Elli-Marktes sieht es im Ort schlecht aus mit der Nahversorgung. Das so genannte DORV-Zentrum könnte eine Alternative sein. Die Abkürzung DORV steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung und ist das Erfolgsrezept, mit dem in Jülich-Barmen ein Lebensmittelmarkt von Bürgern für Bürger betrieben wird. Die Barmener standen vor einigen Jahren vor dem gleichen Problem wie die Lipperreiher und gründeten daraufhin selbst einen Lebensmittelmarkt.

Dieser richtet sich ausschließlich nach den Bedürfnissen der Dorfbewohner und ist ein voller Erfolg. Das DORV-Zentrum ist dabei mehr als nur ein Lebensmittelgeschäft, denn die Bürger können dort auch einfache Verwaltungsangelegenheiten erledigen oder am Geldautomaten Bargeld abheben. Auch eine Arztpraxis und ein Begegnungszentrum sind angeschlossen. Das DORV-Zentrum wird somit zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens, wichtige infrastrukturelle Angebote sind hier unter einem Dach gebündelt.

Ein Modell, das auch in Lipperreihe funktionieren könnte, sagen Christian Klems und Jürgen Spelthann vom DORV-Zentrum Jülich-Barmen. Sie haben errechnet, dass sich in Lipperreihe ein Bürgerladen lohnt, wenn pro Tag etwa 190 Menschen dort einkaufen würden (Lipperreihe hat knapp 3.100 Einwohner).

Zudem seien die Rahmenbedingungen mit den leer stehenden Räumen des ehemaligen Elli-Marktes ideal. Allerdings steht und fällt ein solches Projekt mit den Bürgern: "Es muss jedem klar sein, dass der Erfolg davon abhängt, ob die Leute auch hingehen", betonte Jürgen Spelthann. Das bedeute nicht, dass die Menschen ausschließlich ihre Einkäufe im Bürgerladen tätigen müssten. "Ein DORV-Zentrum kann nicht mit einem Discounter konkurrieren und alles anbieten", erklärte er. Um ein solches Projekt zu realisieren, sei im Vorfeld viel ehrenamtliches Engagement notwendig.

Eine Lenkungsgruppe müsse gegründet werden, die die Bedürfnisse der Bürger ermittelt, potenzielle Partner mit ins Boot holt und die Anschubfinanzierung organisiert, beispielsweise durch die Ausgabe von Anleihen. "Alle müssen zusammenarbeiten, damit es funktioniert", so Jürgen Spelthann.

(Quelle: Lippische Landeszeitung)
120 Lipperreiher informieren sich über Lebensmitte

"Kleine Genossenschaften" sollten von Pflichtprüfung befreit werden

Der Petitionsausschuss unterstützt Überlegungen des Bundesjustizministeriums (BMJ), sogenannte „Kleine Genossenschaften“ von der Pflichtmitgliedschaft in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband sowie den dabei vorgesehenen Pflichtprüfungen zu befreien. In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem BMJ „zur Erwägung“ zu überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben.

Der Petent hatte in seiner Eingabe auf die hohen Kosten der Prüfung verwiesen, die für seinen kleinen Dorfladen entstanden seien, der als Genossenschaft betrieben wurde. Diese hätten letztlich zur Schließung des Ladens und der Auflösung der Genossenschaft geführt, da die anfallenden Fixkosten nicht mehr zu erwirtschaften gewesen seien. Nach Ansicht des Petenten bringt die „teure Prüfung“ ohnehin keinen Nutzen, da der Vorstand der Genossenschaft voll für die Führung der Geschäfte verantwortlich sei.

Dem stimmt der Petitionsausschuss jedoch nicht zu, wie aus der Begründung zur Beschlussempfehlung hervorgeht. Die Verantwortlichkeit des Vorstandes bestehe nur gegenüber der Genossenschaft, nicht aber gegenüber den einzelnen Genossenschaftsmitgliedern oder gegenüber Gläubigern der Genossenschaft, schreiben die Abgeordneten und kommen zu dem Schluss: „Die Verantwortlichkeit des Vorstandes kann schon aus diesem Grund nicht die Pflichtprüfung entbehrlich machen.“

Gleichwohl könne in Fällen, in denen Umsatz und Bilanzsumme der Genossenschaft so gering sind, dass letztlich auch das wirtschaftliche Risiko für die Genossenschaftsmitglieder und die Gläubiger gering ist, das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten der Prüfung „kritisch hinterfragt“ werden. „Es dient schließlich nicht der Aufrechterhaltung der Rechtsform der Genossenschaft, wenn wegen der Kosten für die genossenschaftliche Pflichtprüfung diese Rechtsform von kleineren Unternehmen kaum noch gewählt wird“, urteilt der Petitionsausschuss.

Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll, bei ganz kleinen Genossenschaften auf Pflichtmitgliedschaft und Pflichtprüfung gänzlich zu verzichten, heißt es weiter. Die Bundesregierung habe in diese Richtung bereits Überlegungen angestellt. Danach soll eine „Kleine Genossenschaft“ nach dem Vorbild der „Unternehmergesellschaft“ eingeführt werden. Diese „Kleine Genossenschaft“, die durch bestimmte – geringe – Größenmerkmale definiert werde, soll nach den Vorstellungen des BMJ von Pflichtmitgliedschaft und Pflichtprüfung befreit werden.

Mit der „Kleinen Genossenschaft“ wird nach Ansicht des Ausschusses die Forderung des Petenten aufgegriffen, eine gerade für Selbsthilfegruppen bezahlbare und machbare Organisationsform zu schaffen. Die Petition erscheine daher als geeignet, in die laufenden Überlegungen einbezogen zu werden.

Links:
Quelle: www.bundestag.de/presse/hib/2012_05/2012_227/01.html


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